Freitag, 26 April 2019 17:49

Am Schwarzen Kreuz neue Sitzgruppe.

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Wer über die Egge wandert, erblickt an der Stelle, wo der Europäische Fernwanderweg X1 E1 (Eggeweg) und der Kreiswanderweg Höxter – Nord auch „Hildesheimer Weg“ genannt sich kreuzen ein Wegekreuz mit einer Sitzgruppe.

Eine alte Überlieferung erzählt, dass hier zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges ein Köhler auf qualvolle Weise ermordet wurde. Um seine Schulden bezahlen zu können, habe er hier für die Altenbekener Eisenhütte Holzkohlen gebrannt. Eines Nachts hätte ihn eine Gruppe hessischer Marodeure überfallen, ausgeplündert, auf Holzscheite in Kreuzform aufgespießt und in einen rauchenden Meiler gestellt. Einige Tage später sollen Waldarbeiter den Köhler als „Schwarzes Kreuz“ verkohlt vorgefunden haben. Fromme Leute errichteten damals ein Holzkreuz, welches im Laufe der Jahre vermoderte. Es gibt dem Waldrevier seit dieser Zeit auch den Namen Schwarzes Kreuz.

Der Eggegebirgsverein (Abteilung Paderborn) hat auf Vorschlag ihres Vorsitzenden Gustaff Ullner beschlossen, an dieser Stelle ein gusseisernes Kreuz zu errichten. Doch am 2. August 1921 starb der Eggefreund. So hat es sich dann die EGV- Abteilung Paderborn zur Aufgabe gemacht, dem Wunsch des Verstorbenen nachzukommen und das Kreuz seinem Gedenken zu widmen. Der Sockel wurde von dem Bildhauer Spalthoff hergerichtet und mit einer Widmung an Gustaff Ullner versehen. Die Baufirma Konrad Immig hat das Kreuz am 24.8.1922 kostenlos aufgestellt. Am 17.9.1922 wurde es unter großer Beteiligung der Vereinsmitglieder und vieler Gäste eingeweiht.

Auf Initiative des Altenbekeners Ortsheimatpflegers Rudolf Koch hat die Firma Ullner u Ullner Paderborn im Zuge ihres 200jährigen Firmenjubiläums im Jahre 2006 dieses Kreuz  gründlich restaurieren lassen. War doch Gustaff Ullner ein früherer Mitinhaber dieser Großhandelsfirma. Auch eine Sitzgruppe wurde seinerzeit hier aufgestellt, die nun erneuert wurde und zum Verweilen einlädt, wie auf dem Bild zu erkennen ist. (Foto: Gerd Jacobsmeyer)

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